Simulationsmethoden im Brandschutz

und in der Gefahrenabwehr

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INURI-Beteiligung an der Langen Nacht der Wissenschaften 2013 diesmal unter erschwerten Bedingungen "Hochwasser gegen Feuer"

 

Berlin, den 17. Juni 2013

Auch wenn sich die INURI eher mit dem Naturelement Feuer beschäftigt, diesmal stand die Beteiligung an der Langen Nacht der Wissenschaften stark unter dem Einfluß des Elementes Wassers. Aufgrund der Hochwasserlage in Sachsen und Sachsen-Anhalt waren zahlreiche Mitglieder der Interessengruppe im Rahmen Ihres ehrenamtlichen Engagements bei Hilfsorganisationen und Feuerwehr im Hochwassereinsatz. Nur der Umstand, dass die Organisation und Vorbereitung der Veranstaltung vor dem Hochwasser fast abgeschlossen war, machte die Durchführung überhaupt möglich. Der Zuspruch der Besucher und die fast reibungslose Abwicklung waren der Lohn für diese Mühe. Allen Helferinnen und Helfern, insbesondere der Freiwilligen Feuerwehr Schöneberg hierfür noch einmal herzlichen Dank.

Volles Programm 2013

Mit unserem Aktionsstand unter dem Motto "Brand – Wissenschaft – Feuerwehr. Wie Mathematik hilft, Ihr Leben zu retten" konnten den Besuchern mit unserem PrJann und Lutzogramm wieder umfangreiche Informationen zum richtigen Verhalten im Brandfall gegeben werden. Auch das Puppentheater für Kinder mit Jann dem Bären war dieses Jahr wieder vertreten.
Neu war in diesem Jahr unsere Rauchkammer, die sich großer Beliebtheit erfreute. In einem mit Theaternebel "verrauchten" und mit akustischen und optischen Signalen ausgestatteten Raum konnten unsere großen und kleinen Besucher -- unter Anleitung -- eine für sie neue Erfahrung machen. Im Rauch sieht man, dass man nichts sieht und schnell die Orientierung verliert. Im Gegensatz zum eingesetzten künstlichen Theaternebel beeinträchtigt realer Brandrauch zusätzlich auch die Augen. Diese neue Aktion unterstützt durch eigenes Erleben die Aussage, dass verrauchte Räume und Flure nicht betreten werden sollten. Die größte Gefahr bei einem Brand entsteht nicht durch die heissen Flammen, sondern durch die großen Mengen stark giftigen Brandrauchs, die sich rasch ausbreiten. Wir ersticken, bevor wir verbrennen.

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In Verbindung mit dem INURI-Aufklärungsfilm zu Treppenhausbränden ergänzt die neue Rauchkammer die Aufklärung optimal. Die Reaktion und die anschliessenden Gespräche mit den Besuchern zeugen davon. Die Gefahren durch den Brandrauch werden regelmässig unterschätzt. Dank gebührt an dieser Stelle der Elisabeth-Schubert-Zink Stiftung, die uns durch kontinuierliche Unterstützung den Aufbau dieses umfangreichen verzahnten Programms ermöglicht.

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Auch wenn die kleineren Besucher eher von der Feuerwehr magnetisch angezogen werden, für die interessierten Erwachsenen ergaben sich durch die Kombination mit den Forschungsaktivitäten der INURI wieder interessante und abwechselungsreiche Einblicke in die Sicherheitsforschung. In verschiedenen Vorträgen und Gesprächen wurde der Einsatz moderner mathematischer Methoden bei der Rauchausbreitung und Evakuierung von Gebäuden erläutert. In zahlreichen Gesprächen konnte durch die Darlegung der naturwissenschaftlichen Hintergründe der Grund für bestimmte Verhaltensregeln verständlich erläutert und begründbar gemacht werden. Auch hier zeigte sich wieder der Vorteil der engen Verbindung von Praxiserfahrung und theorischen Kenntnissen in der INURI-Interessengruppe.

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 Das INURI-Team bedankt sich bei allen Besuchern für das rege Interesse und die vielen Fragen.