Simulationsmethoden im Brandschutz

und in der Gefahrenabwehr

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Bericht über das erste Basisseminar
"Theorie und Numerik des Fire Dynamics Simulator" am 06. März 2009

 

Berlin, den 18. März 2009

Am 06. März 2009 nahmen rund 30 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und England an unserem ersten Seminar in Berlin teil. Das Institut für Mathematik der Freien Universität bot als Veranstaltungsort eine besondere Atmosphäre zwischen Wissenschaft und Praxis und unterstrich somit den besonderen Charakter dieser Veranstaltung.


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Die lange und intensive Vorbereitung auf dieses Seminar wurde mit einer rund um gelungen Veranstaltung belohnt. Die vielen positiven Rückmeldungen und der Umstand, dass die Teilnehmer den Nutzen des Seminars insgesamt als hoch bis sehr hoch einschätzen, belegen den Erfolg des Seminars.

 

Bereits um 8 Uhr trafen die ersten Teilnehmer im Institut für Mathematik ein. Nach der Ausgabe der umfangreichen Seminarunterlagen, wurden die Teilnehmer von unserem Cateringteam mit einem kleinen Imbiss und Getränken versorgt.

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Unser fachlicher Leiter, Herr Matthias Münch (siehe Bild oben), eröffnete um 9 Uhr das Seminar und begrüßte die zum Teil von sehr weit angereisten Gäste. Mit seinem Vortrag zu den Grundlagen der Numerik führte er in die inhaltlichen Thematiken ein. Unter dem Titel "Grundlagen CFD und Numerik" erklärte er die grundlegenden Schritte von der Modellbilung über das numerische Verfahren hin zum Computerprogramm. An Hand von einfachen Beispielen wurden numerische Qualitätskriterien und deren praktische Auswirkungen auf das Programm erläutert.

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Im Anschluss referierte Herr Prof. Dr. Klein (siehe Bild oben) über die Grundlagen der Strömungs- und Turbulenzmodellierung. Als renommierter Experte auf dem Gebiet der numerischen Strömungsmechanik gelang es ihm auf sehr anschauliche Weise die Theorie zu vermitteln. Innerhalb der Erläuterungen der Strömungsmodellierung wurde besonders auf den Einfluss der Gebietszerlegung und den Baroklinen Effekt eingegangen. Bei den Ausführungen zur Turbulenzmodellierung wurde auf die Wichtigkeit der verschiedenen Längenskalen für die Auswahl des Turbulenzmodells eingegangen. Der ständige Verweis auf die in FDS verwendeten Modelle ermöglichten den Teilnehmer die Abhängigkeiten zwischen Modell und Programm besser zu verstehen. Die vielen Fragen im Anschluss zeigten die hohe Brisanz dieses Themas für die Teilnehmer.

 

Zum Mittagessen wurden die Teilnehmer in das nahe gelegene Restaurant „Alter Krug“ eingeladen. Der alte Festsaal des Restaurants bot ein wunderbares Ambiente. Die Teilnehmer nutzen die Gelegenheit, um intensiv über die Vorträge zu diskutieren.

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Herr Dr. Oevermann (siehe Bild oben) von der Technischen Universität Berlin führte nach dem Mittagessen die Teilnehmer in die Grundlagen der Verbrennungsmodellierung ein. In die Erläuterungen der grundlegenden Theorie wurden auch in diesem Vortrag ständig Hinweise zu den in FDS verwendeten Modellen eingebettet. Insbesondere wurden die Grundlagen des Mischungsbruch-Modells erklärt. Diese sehr praxisnahe Erläuterung zeigte deutlich die Konsequenzen der verwendeten Modelle auf die Anwendbarkeit des Programms auf.

Herr Münch beendete den offiziellen Teil der Veranstaltungen mit einem Vortrag zu den Konsequenzen für die Anwendung und resümierte dabei die Kernaussagen der vorangegangen Vorträge.


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Zum Abschluss des Seminars kamen die Teilnehmer und die Dozenten in der Lounge des Institutes zusammen, um bei Häppchen und Getränken den lehrreichen Tag in gemeinsamen Gesprächen und Diskussionen ausklingen zu lassen.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Teilnehmern und unserem Team für diesen rund um gelungenen Tag und sind voller Vorfreude auf das zweite Seminar.

 
Die Bilder wurden uns freundlicher Weise zur Verfügung gestellt von
Stefan Wagner
Fotografie und Redaktion
Reichenberger Straße 58
10999 Berlin

Link: Informationen zu unserem Aus- und Fortbildungsangebot