Simulationsmethoden im Brandschutz

und in der Gefahrenabwehr

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Brandschutzaufklärung für nicht-deutschsprachige Menschen

– Eine Unterstützung für die Betreuung von geflüchteten Menschen –

 

Berlin, den 27. Juni 2016

Brand Sessel 06181674 400x554 70dpi Die Auswertung unser bundesweiten Statistik für Brandereignisse in Flüchtlingsunterkünften zeigt, dass es in den Unterkünften bereits bei kleineren Bränden schnell zu einer Verrauchung von Fluren und Treppenräumen kommt.
Gerade brennende Kunst- und Schaumstoffe, etwa Matratzen, produzieren sehr schnell ein tödliches Gemisch aus giftigen Brandgasen. Die Gefährlichkeit dieser Brandgase und ihre rasante Ausbreitung wird häufig unterschätzt. Gerade Kohlenstoffmonoxid kann, einmal eingeatmet, auch noch im Freien zum Erstickungstod führen.

 

Feuerwehr und vorbeugender Brandschutz Hand in Hand

Fw112 150x113 In Deutschland verfügen wir, Dank des Systems der Freiwilligen Feuerwehren, über eine flächendeckende Versorgung mit Feuerwehreinsatzkräften. Ein derart ausgebautes Brandschutzsystem ist nicht in allen EU-Ländern vorhanden, noch viel weniger in afrikanischen oder arabischen Ländern. In Kombination mit den in Deutschland geltenden Regeln des vorbeugenden Brandschutzes ermöglicht dieses System gute Chancen einen Brandfall auch zu überleben.

 

Richtiges Verhalten rettet Leben

Hierfür müssen die Betroffenen allerdings die richtigen Verhaltensregeln im Brandfall kennen. Gerade die Frage der Benutzbarkeit der Treppenräume ist im Brandfall von zentraler Bedeutung.
In Berlin kam es im Jahr 2011 zu einer starken Häufung von Bränden in Treppenräumen mit Toten und Verletzten. Um die Bevölkerung aufzuklären und einen Fall wie im August 2005 zu vermeiden, bei dem in Folge eines im Treppenraum brennenden Kinderwagens in der Berliner Ufnaustraße 9 Menschen starben, entstand 2011 mit der Berliner Feuerwehr ein Filmprojekt zur Brandschutzaufklärung.

Screenshot Titelbild 1322x992

Der Film wird in der Brandschutzaufklärung der Feuerwehren bereits bundesweit verwendet. Damit auch nicht-deutschsprachige Menschen erreicht werden, wurde der Aufklärungsfilm mit erklärenden Untertiteln in verschiedenen Sprachen hergestellt. Durch die Unterstützung sprachgewandter Menschen steht der Film mit deutschen, englischen, französischen, italienischen, türkischen und nun ganz aktuell auch mit arabischen und persischen Untertiteln kostenfrei zur Verfügung.

 

Hilfe für Helfer

Um auch Nicht-Brandschutzexperten, etwa Betreuungspersonal in Flüchtlingsunterkünften oder Helferkreisen, die richtige Vermittlung der wichtigen Handlungsempfehlungen zu ermöglichen, wird dieses Angebot durch einen Zeitschriftenartikel in deutscher Sprache ergänzt. Im dem Beitrag erläutern Herr Kaiser (Universitätsmedizin Göttingen, Abteilung Toxikologie / Giftinformationszentrum-Nord) und Herr Dr. Münch (INURI) die im Brandfall relevanten Zusammenhänge in verständlicher Art und Weise.

 

Die genannten Medien werden kostenfrei über den nachfolgenden Link erreicht:
www.inuri.de/brandschutzaufklaerung-filme