Simulationsmethoden im Brandschutz

und in der Gefahrenabwehr

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INURI Stand bei Langen Nacht der Wissenschaften 2010 gut besucht.

"Unglaublich. Man sieht die Hand vor den Augen nicht mehr!"

 

Berlin, den 11. Juni 2010

Wieder großer Andrang herrschte auf dem Aktionsstand von INURI gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Schöneberg der Berliner Feuerwehr. Unter dem Motto "Brand – Wissenschaft – Feuerwehr. Wie Mathematik hilft, Ihr Leben zu retten" stellte die „Interessensgruppe Numerische Risikoanalyse“ (INURI) am 5.6.2010 im Fachbereich Mathematik und Informatik der FU-Berlin wieder ihr Forschungsgebiet vor.

In Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr Schöneberg und ehrenamtlichen Brandschutzerziehern der Berliner Feuerwehr wurden die Möglichkeiten der numerischen Simulation in Brandschutz und Gefahrenabwehr zur anschaulichen Vermittlung von Informationen zum Brandschutz und zur Brandprävention verwendet. Der besondere Nutzen dieser neuen Darstellungsform ergibt sich aus den Möglichkeiten der Simulationstechnik. Mit modernen mathematischen Methoden ist es möglich, die Rauchausbreitung und Evakuierung eines Gebäudes im Computer zu simulieren. Auf diese Weise lassen sich die Folgen von falschem und richtigem Verhalten im Brandfall eindrucksvoll und anschaulich demonstrieren.

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Filme und großformatige Poster von Einsatzstellen verdeutlichten die dramatischen Folgen eines Brandes. Das Programm an dem Abend war für Kinder und Erwachsene vielfältig gestaltet, sodass jeder, egal ob mit dem Thema bereits vertraut oder nicht, Nützliches, Interessantes und Hilfreiches für sich aus der Ausstellung gewinnen konnte.

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Auf Schautafeln, Postern und in Filmen wurden Informationen zur Brandsimulation, zum Brandschutz und der Arbeit der Feuerwehr dargestellt. Während dieser Ausstellung waren Mitglieder von INURI und der Feuerwehr stets zur Stelle, um die aufkommenden Fragen der Besucher zu beantworten. Ein extra hergestelltes „Brandschutz-Würfelspielbrett“ beschäftigte grosse und kleine Kinder und war als Preis begehrt. Jann, der Bär war verteilte es an die Kinder.

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Das Highlight des Abends war jedoch für die meisten Besucher der Vortrag „Was passiert wenn die Feuerwehr kommt?“. In diesem Vortrag wurden mit Hilfe von mathematischen Brandsimulationsmethoden das richtige Verhalten im Brandfall und der Ablauf vom Notruf bis zum Eintreffen der Feuerwehr vorgestellt. Gemeinsam mit filmkrug.de wurde hierzu ein Film erstellt, der den Zuschauern vortäuschte, dass diese im Seminarraum durch einen Brand eingeschlossen seien, weil im Gebäude ein Feuer ausgebrochen ist. Mit „Live-Schaltungen“ in die Feuerwehrleitstelle und eine Feuerwache konnten die Zuschauer die Geschehnisse von der Alarmierung bis zum Ausrücken der Einsatzkräfte miterleben. Als dann wenig später zum begeisterten Erstaunen der Zuschauer die Feuerwehr mit Blaulicht und Martinshorn vor dem Seminarraum eintraf und in voller Ausrüstung in den Seminarraum kam, war die Überraschung perfekt. Symbolisch wurde ein Zuschauer mit der Rettungshaube in Sicherheit gebracht.

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Weitere Programmpunkte waren eine Experimentalvorführung an einem Rauchhaus und für die kleinen Gäste das Puppentheater „Jann schnuppert Rauch“. Bei der Experimentalvorführung konnte anhand eines Rauchhauses die Ausbreitung von Rauch im Kleinen nachvollzogen werden. Besonders hervorgehoben wurde hierbei die Notwendigkeit, Türen im Brandfall zu schließen, da dieses Leben retten kann. In dem Puppentheater wurde versucht, Kindern spielerisch das richtige Verhalten bei Bränden beizubringen. Insbesondere die Geräusche und das Auftreten der Feuerwehreinsatzkräfte wurden demonstriert, sodass sich die Kinder im Brandfall richtig verhalten und nicht zum Beispiel aus Angst vor der Feuerwehr flüchten oder sich verstecken.

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Bei dieser Aktion wurden wir unterstützt von der Freien Universität Berlin, insbesondere der Dienststelle Arbeitssicherheit, sowie der Freiwilligen Feuerwehr Schöneberg, den Brandschutzerziehern und dem Stab Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Berliner Feuerwehr.

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Ein besonderer Dank geht an die Elisabeth Schubert-Zink Stiftung, die uns bei der Finanzierung der Aktion geholfen hat, sowie das Team von der Firma Carsten Krüger Film- und Fernsehproduktions GmbH, die mit großem Engagement geholfen haben, den Kurzfilm zu erstellen.

Weitere Bilder der Langen Nacht am Fachbereich Mathematik und Informatik der FU-Berlin.

Link zur Pressemitteilung der Berliner Feuerwehr

Text: Kristof Heitmann
Fotos: FU-Berlin, INURI