Simulationsmethoden im Brandschutz

und in der Gefahrenabwehr

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INURI-Fachtagung Verbrennungsmodellierung erfolgreich

 

Berlin, den 21. März 2011

Aufgrund der stetigen Nachfrage nach weiteren Fortbildungsangeboten lud die INURI GmbH am 18.02.11 zur Fachtagung „Verbrennungsmodellierung im Brandschutz“ ein. Ziel dieser Fachtagung war es, den Teilnehmer einen Einblick in die Möglichkeiten der Verbrennungsmodellierung zu geben. Die Fachtagung gliederte sich in vier aufeinander abgestimmte Abschnitte, die jeweils von renommierten Wissenschaftlern als Dozenten vorgestellt wurden. Hierbei wurden gängige Modellierungsansätze vorgestellt und deutlich, dass die Verbrennungsmodellierung noch ein aktuelles Thema der Forschung ist.

Zuerst gab Matthias Münch, Geschäftsführer der INURI GmbH, eine Einführung in die grundsätzliche Problematik der Verbrennungsmodellierung im Zusammenhang mit einer im baulichen Brandschutz üblichen CFD-Simulationsrechnung. Beispielhaft kann hierfür die Kopplung von Verbrennungs-, Strahlungs- und Turbulenzmodellierung genannt werden. Weiterhin wurden den Teilnehmern Begrifflichkeiten und Definition erläutert, die in den nachfolgenden Fachvorträgen benutzt wurden.

Für den zweiten Abschnitt der Tagung konnte Dr.-Ing. Michael Oevermann als Dozent gewonnen werden. Herr Dr.-Ing Oevermann arbeitete viele Jahre als Arbeitsgruppenleiter an der TU Berlin und beschäftigte sich dort mit der Modellierung und Simulation von Verbrennungsvorgängen. In diesem Vortrag wurde die Modellierung mit verschiedenen Konzepten von diffusionsgesteuerten Verbrennungsprozessen vorgestellt. Insbesondere ging Herr Dr. Oevermann in seinem Vortrag auf die Modellansätze Mischungsbruch-Modell, Flamelet-Modelle und PDF-Modelle ein.
Im weiteren Verlauf der Tagung stellte Prof. Dr.-Ing. Heiko Schmidt, Juniorprofessor für Strömungsmodellierung an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus, die vorgemischten Verbrennungsprozessenvor. Schwerpunkt dieses Vortrages waren die Themen Konzept der Brenngeschwindigkeit, Methoden der geometrischen Flammenfrontbeschreibung, Verbrennungsregime und Reaktionsfortschrittsvariablen.

Der letzte Vortragsblock beschäftige sich Prof. Dr.-Ing. Ulrich Krause mit der Modellierung von Zündvorgängen und Pyrolyse-, Schwel- und Glimmbränden.  Professor Krause ist Direktor der Fachgruppe Brandingenieurwesen der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung und Mitglied in verschiedenen Gremien des Brandschutzes. Die Themen dieses Vortrags waren chemische Aktivierung, Fremd- und Selbstentzündung, Reaktionen und Transportprozesse in porösen Medien, Vorhersagemodelle für Selbstentzündung. Insbesondere ging Professor Krause auf die Schwierigkeiten bei der experimentellen Bestimmung von Materialparametern ein.

Die Teilnehmer der Tagung nahmen die Inhalte der Tagung mit regem Interesse auf und konnten für ihren Berufsalltag neue Kenntnisse gewinnen. Die ausgefüllten Feldbackbögen zeigten, dass die  INURI mit dem neuen Veranstaltungsformat der Fachtagung in Thematik, Gestaltung und Umsetzung eine wichtige Ergänzung des Aus- und Fortbildungsangebotes im Bereich der Simulationsmethoden für Brandschutz und Gefahrenabwehr gelungen ist. Zahlreiche Nachfragen und Themenhinweise für weitere Fachtagungen liegen bereits vor.
Das bewährte Catering-Team konnte die Teilnehmer auch diesmal wieder mit einem gelungenen Rahmenprogramm begeistern und mit netten Ideen neue Highlights setzen.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Teilnehmern und allen Helfern für diesen rund um gelungenen Tag.

K. Heitmann

 


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